Der Saison im europäischen Klubfußball beginnt genauso, wie die vergangene Spielzeit aufgehört hat: mit einem echten Knaller. Am 12. August 2026 duellieren sich Champions-League-Titelverteidiger Paris Saint-Germain und Europa-League-Sieger Aston Villa im UEFA Supercup.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs bietet Österreich die Bühne. Der erste internationale Titel der Saison wird in Salzburg ausgespielt. PSG will als erst zweites Team nach Real Madrid den Titel verteidigen, Aston Villa nach dem historischen Europa-League-Coup gegen Freiburg gleich nachlegen.
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Das Duell: Paris Saint-Germain (Champions-League-Sieger) vs. Aston Villa (Europa-League-Sieger)
Wann: Mittwoch, 12. August 2026, Anpfiff 21:00 Uhr (MESZ)
Wo: Red Bull Arena Salzburg (bei UEFA-Spielen offiziell "Stadion Salzburg"), Österreich
Kapazität: rund 28.500 Plätze für den Supercup – das Spiel ist ausverkauft
Schiedsrichter: Omar Artan (Somalia), unterstützt von Abdelrazak Liban und Stephen Yimby, vierter Offizieller Rady Obrinovic, VAR: Marco Di Bello (Italien)
Titelverteidiger: PSG (Sieger 2025 gegen Tottenham, 6:5 nach Elfmeterschießen)
Preisgeld: 9 Mio. Euro Gesamtpool – Sieger 5 Mio. Euro (inkl. Bonus), Verlierer 4 Mio. Euro
Besonderheit: erster UEFA Supercup in Österreich, erstes großes europäisches Vereinsfinale überhaupt in Salzburg

Luis Enriques Mannschaft tat sich in der Ligaphase der Champions League streckenweise schwer und beendete sie nur auf Rang 11, ehe die K.o.-Runde ein ganz anderes PSG hervorbrachte.
In den Play-offs setzte man sich gegen Monaco mit 5:4 nach zwei Spielen durch, im Achtelfinale ließ der Ligue-1-Meister dem FC Chelsea beim 8:2-Gesamtsieg keine Chance, und im Viertelfinale bezwang man den FC Liverpool mit 4:0.
Es folgte das Spiel der Saison: Im Halbfinal-Hinspiel gegen die Bayern lieferten sich beide Teams ein 5:4-Tor-Spektakel, im Rückspiel reichte PSG in der Allianz Arena ein 1:1 gegen den FC Bayern, um mit 6:5 im Gesamtscore ins Finale einzuziehen.
Dort wartete der FC Arsenal: Kai Havertz brachte die Londoner früh in Führung, Ousmane Dembélé glich per Foulelfmeter aus (65.), beim 1:1 blieb es auch nach Verlängerung – im Elfmeterschießen behielt PSG mit 4:3 die Nerven. Es ist der zweite Titel in Serie für Paris und macht die Mannschaft von Luis Enrique zum erst zweiten Klub nach Real Madrid, der die Champions League mehrmals am Stück gewinnen konnte.

Unai Emerys Aston Villa marschierte – nach Platz zwei in der Ligaphase mit 21 von 24 möglichen Punkten – ebenso souverän durch die K.o.-Phase der Europa League: 3:0 im Gesamtscore gegen Lille, ein deutliches 7:1 gegen Bologna im Viertelfinale.
Dann kam das englische Duell schlechthin im Halbfinale gegen Nottingham Forest: Nach einer 0:1-Hinspielniederlage in Nottingham drehte Villa im Rückspiel in Birmingham auf: Ollie Watkins traf zur Führung, Emiliano Buendía erhöhte per Elfmeter, John McGinn machte mit einem Doppelpack den 4:0-Erfolg und den 4:1-Gesamtsieg perfekt.
Im Finale von Istanbul gegen Freiburg ließ Villa dann keinen Zweifel mehr aufkommen und gewann souverän mit 3:0. Für den Klub war es der erste europäische Titel seit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1982 und für Trainer Unai Emery bereits der fünfte Europa-League-Titel seiner Karriere, nach drei Erfolgen mit Sevilla und einem mit Villarreal.
Der UEFA Supercup wird 2026 zum 51. Mal ausgetragen. Seine Wurzeln reichen bis 1972 zurück, als der niederländische Journalist Anton Witkamp die Idee eines Duells zwischen dem Landesmeister und dem Pokalsieger-Cupsieger hatte.
Die erste Auflage zwischen Ajax Amsterdam und den Glasgow Rangers wurde noch privat, anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Rangers, ausgetragen. Seit 1973 organisiert die UEFA den Wettbewerb offiziell.
Rekordsieger ist Real Madrid mit sechs Titeln, nur drei Klubs schafften bislang die direkte Titelverteidigung: Ajax, der AC Mailand und eben Real Madrid. PSG hat nun die Chance, als vierter Klub in diesen elitären Kreis einzuziehen.
In der bisherigen Geschichte gewann 30-mal der Landesmeister- bzw. Champions-League-Sieger, 12-mal der Sieger des inzwischen abgeschafften Europapokals der Pokalsieger und 8-mal der Sieger des UEFA-Cups bzw. der Europa League – die Favoritenrolle liegt historisch klar auf Seiten des Champions-League-Champions.
Die jüngsten sieben Duelle gingen allesamt an den Champions-League-Sieger. Zuletzt konnte Atletico Madrid 2018 den Pokal als Europa-League-Champion holen.

Von 1998 bis 2012 war der Supercup fest im Stade Louis II in Monaco beheimatet, seit 2013 wandert er von Stadt zu Stadt. Nach Prag, Cardiff, Tiflis, Trondheim, Skopje, Tallinn, Istanbul, Budapest, Belfast, Helsinki, Piräus, Warschau und Udine macht er nun 2026 erstmals Station in Österreich und wird in Salzburg ausgetragen.
Die vergangenen fünf Duelle verliefen eher torarm. Im Vorjahr fielen zwischen PSG und Tottenham zwar vier Treffer nach regulärer Spielzeit (2:2). In den vier Duellen davor waren es nach 90 Minuten aber immer exakt zwei Treffer.
Omar Artan leitet den UEFA Supercup in Salzburg. Der somalische Schiedsrichter sollte ursprünglich bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zum Einsatz kommen, durfte jedoch aufgrund von Einreise- bzw. Visa-Problemen nicht in die USA einreisen und verpasste dadurch das Turnier. Nun erhält Artan ausgerechnet beim Supercup zwischen PSG und Aston Villa die große Bühne: Er ist der erste afrikanische Schiedsrichter, der ein UEFA-Supercup-Finale pfeift.

Bei PSG bringen Luis Enrique und Co. kurz vor dem Supercup noch den Kader auf Vordermann: Flügelspieler Maghnes Akliouche von Liga-Konkurrent Monaco ist bereits fix verpflichtet, die Transfers von WM-Held Ferran Torres und Eredivisie-Juwel Mika Godts sollen zeitnah folgen. Auf der Abgangsseite verließen unter anderem Kang-In Lee, Randal Kolo-Muani und Gonçalo Ramos den Klub. Eine besondere Storyline liefert Lucas Digne: Der Linksverteidiger wechselte im Sommer ausgerechnet von Aston Villa zu PSG und trifft nun im Supercup in seinem ersten Spiel für die Franzosen auf seinen Ex-Klub.
Premier-League-Topclub Aston Villa muss einige Abgänge verkraften – Morgan Rogers und Youri Tielemans verließen den Verein, und mit den Verletzungen von Boubacar Kamara und Amadou Onana fehlen Unai Emery zentrale Bausteine im defensiven Mittelfeld. Königstransfer ist Johan Manzambi, der im Vorjahr mit dem SC Freiburg die Bundesliga aufgemischt und mit der Schweiz eine starke WM gespielt hat. Er kommt für 60 Millionen Euro. Außerdem soll Joao Gomes von den Wolves das Mittelfeld verstärken. Alejandro Garancho wechselt per Leihe vom FC Chelsea nach Birmingham.
Im direkten Vergleich gab es bislang nur ein Pflichtspiel-Duell: Im Champions-League-Viertelfinale 2024/25 gewann PSG das Hinspiel im Parc des Princes mit 3:1, Villa hielt im Rückspiel im Villa Park mit einem 3:2 dagegen – zu wenig, denn PSG zog mit 5:4 nach Toren ins Halbfinale ein und sicherte sich in der Folge den ersten CL-Titel. Der Supercup in Salzburg ist damit die erste Neuauflage seit diesem Krimi.
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Titelverteidiger gegen Senkrechtstarter – und mittendrin ein Debütant als Gastgeber: Salzburg. Wenn PSG und Aston Villa am 12. August im ausverkauften Stadion Salzburg aufeinandertreffen, steht der erste Titel der neuen Saison auf dem Spiel. Genug Gründe, um sich die Quoten bei bwin schon jetzt anzuschauen. Jetzt bei bwin auf den UEFA Supercup 2026 wetten!
