Die Europacup-Woche bringt für Österreichs Klubs die nächsten wichtigen Entscheidungen: Zwischen Dienstag und Donnerstag steigen die vier Rückspiele von Sturm Graz, Red Bull Salzburg, Rapid Wien und der Wiener Austria. Für alle vier geht es um nichts Geringeres als den Einzug in die Playoffs der Champions-League, Europa-League oder Conference-League-Qualifikation.
Während Sturm nach der Hypothek aus Istanbul auf ein Fußball-Wunder hofft, gehen Salzburg, Rapid und Austria mit komfortablen Vorsprüngen in ihre Rückspiele. Der Überblick über die Ausgangslage, Kader-News und alle Fakten zu den vier Partien. Außerdem: Alle Price Boosts, Konfigurator + und die besten Quoten in der bwin-Preview.

Bewerb | Partie | Anpfiff | Hinspielergebnis | Live zu sehen bei |
|---|---|---|---|---|
UEFA Champions League | SK Sturm Graz – Fenerbahce Istanbul | Dienstag, 11. August, 20:30 Uhr | 2:0 Fenerbahce | ORF 1 |
UEFA Conference League | SK Rapid Wien – Paide Linnameeskond | Mittwoch, 12. August, 18:00 Uhr | 4:1 Rapid | ORF 1 |
UEFA Europa League | Pafos – FC Red Bull Salzburg | Donnerstag, 13. August, 19:00 Uhr | 1:0 Salzburg | Servus TV |
UEFA Conference League | FK Austria Wien – Beitar Jerusalem | Donnerstag, 13. August, 20:30 Uhr | 2:1 Austria | ORF 1 |

Für Vizemeister Sturm Graz ist es das mit Abstand größte Duell der bisherigen Saison und zugleich das Schwierigste. Im Hinspiel in Istanbul unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Fabio Ingolitsch mit 0:2 (Talisca 9', Greenwood 45+1'), nachdem sich die Steirer defensiv wacker geschlagen, aber offensiv zu wenig Durchschlagskraft gezeigt hatten. Nun braucht es vor heimischem Publikum in der Merkur-Arena mindestens einen Sieg mit zwei Toren Unterschied, um die Verlängerung zu erzwingen – ein 3:0 bzw. jeder andere Sieg mit drei Toren Unterschied würde Sturm direkt weiterbringen.
Kaderseitig ist der Vizemeister der österreichischen Bundesliga nahezu komplett und tankte mit einem 2:0-Erfolg in Hartberg im Steierderby am Wochenende Selbstvertrauen. Lediglich Schlüsselspieler Otar Kiteishvili hat man im Hinspiel schmerzlich vermisst. Der Georgier laboriert weiterhin an Wadenproblemen und wird aller Voraussicht nach auch für das Rückspiel ausfallen. Neuzugang Nelson Weiper (zwei Tore gegen Hartberg) gilt hingegen als neuer Hoffnungsträger und könnte gegen die Türken sein Startelfdebüt in der CL-Quali feiern.
Süper-Lig-Topclub Fenerbahce reist mit einer Ansammlung internationaler Stars – darunter N'Golo Kante, Mason Greenwood, Marco Asensio, Milan Skriniar, Ederson und Co. – nach Graz und braucht im schlimmsten Fall nur eine knappe Niederlage, um weiterzukommen. Gelingt Sturm das Comeback nicht, steht man fix in der Ligaphase der Europa League. Bei einem Aufstieg würde im CL-Playoff der Sieger des Duells zwischen Ligue-1-Topclub Olympique Lyon und dem tschechischen Vize-Meister, Sparta Prag, warten.

Rapid machte bereits in der Schlussphase im Hinspiel in Tallinn eine großen Schritt Richtung Aufstieg ins Conference-League-Playoff: Nach einem frühen Elfmetertor von Bendeguz Bolla (5.) glichen die Esten zwar noch vor der Pause aus, ehe die Grün-Weißen durch einen Doppelpack von Moulaye Haidara (83., 94.) sowie ein Tor von Petter Nosa Dahl (85.) den deutlichen 4:1-Auswärtssieg fixierten.
Cheftrainer Johannes Hoff Thorup könnte aufgrund des dichten Spielplans im Rückspiel etwas rotieren. Rapid ist ein exzellenter Start in die Saison gelungen. In Liga, ÖFB-Cup und Conference League gewann der Rekordmeister bisher all seine sechs Pflichtspiele. Am Wochenende gelang ein 2:1-Auswärtssieg bei der SV Ried. Mit dem komfortablen Polster im Rücken ist Rapid im eigenen Stadion klarer Favorit auf den Einzug in die Playoffs. Dort würde aller Voraussicht der Vize-Meister aus Schottland, Heart of Midlothian, warten.

Salzburg hat sich im Hinspiel gegen den zyprischen Cupsieger Pafos einen knappen, aber wertvollen Vorteil erarbeitet: Nach einer fast zweistündigen Regenunterbrechung sorgte Joker Haris Tabakovic in der 88. Minute für den 1:0-Endstand in der Red Bull Arena. Neo-Coach Danny Röhl reist mit breitem Kader nach Zypern und kann im Angriff auf Alternativen wie Karim Konate und Sota Kitano zurückgreifen, die im Hinspiel spät für frischen Schwung sorgten.
Offensiv vermissen die "Bullen" in der neuen Saison allerdings noch die gewohnte Kaltschnäuzigkeit. Am Wochenende gab es beim Wolfsberger AC in der Bundesliga – trotz klarem Chancenplus – nur ein 1:1-Unentnschieden.
Pafos, das in der Vorsaison noch Champions-League-Luft schnupperte, muss nun aufholen und wird das Rückspiel offener gestalten müssen, was Salzburg mit seiner individuellen Qualität in die Karten spielen dürfte. Der nächste Gegner des Siegers des Duells wäre der Verlierer des CL-Playoffs zwischen dem Meister aus der Slowakei, Slovan Bratislava und dem Meister aus Schweden, Mjällby.

Auch Austria Wien geht mit einer komfortablen Ausgangslage in sein Rückspiel: In Ploiesti (Rumänien) – das Hinspiel konnte aufgrund der Sicherheitslage in Israel nicht in Jerusalem stattfinden – lag das Team von Stephan Helm zunächst 0:1 zurück, kam aber durch ein Tor von Vasilije Markovic vor der Pause zurück und sicherte sich durch Joker Sanel Saljic einen 2:1-Auswärtserfolg.
Angreifer Johannes Eggestein fehlte im Hinspiel, könnte im Rückspiel in der Generali-Arena aber wieder eine Option sein. Auch Abwehrchef Aleksandar Dragovic, der im Hinspiel noch von der Bank kam, dürfte wieder von Beginn an mit dabei sein. Die Austria will sich den Frust nach dem unglücklichen 0:2 in der Liga gegen Meister LASK, der zweiten Niederlage im zweiten Bundesliga-Spiel, von der Seele schießen.
Beitar Jerusalem, israelischer Vizemeister mit dem früheren Bundesliga-Torschützenkönig Shon Weissman in den eigenen Reihen, muss nun aufholen. Die Austria hat es selbst in der Hand, den Einzug in die Conference-League-Playoffs fixzumachen. Dort würde vermutlich der SC Braga aus Portugal warten.
Wann finden die Rückspiele von Sturm, Salzburg, Rapid und Austria statt?
Den Anfang macht Sturm Graz gegen Fenerbahce am Dienstag, 11. August (20:30 Uhr). Rapid empfängt Paide Linnameeskond am Mittwoch, 12. August (18:00 Uhr). Salzburg bei Pafos und Austria gegen Beitar Jerusalem folgen beide am Donnerstag, 13. August (19:00 bzw. 20:30 Uhr).
Welcher Klub hat die schwierigste Ausgangslage?
Sturm Graz muss nach dem 0:2 im Hinspiel gegen Fenerbahce mindestens einen Zwei-Tore-Sieg einfahren, um die Verlängerung zu erzwingen – die klar schwierigste Aufgabe der vier österreichischen Vertreter.
Wo laufen die Spiele im TV?
Sturm gegen Fenerbahce sowie Rapid gegen Paide und Austria gegen Beitar Jerusalem werden live auf ORF 1 übertragen. Das Rückspiel von Salzburg bei Pafos zeigt ServusTV.
