Der Countdown läuft – am Donnerstag, den 11. Juni, ist es endlich so weit: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird eröffnet, und das WM-Fieber hat längst seinen Höhepunkt erreicht. 48 Teams, 104 Spiele, ein Weltmeister – das größte Fußballturnier aller Zeiten steht in den Startlöchern.
Klar: Lionel Messi, Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappé, Harry Kane, Lamine Yamal und Co. stehen wie immer im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Doch eine WM wird nicht allein von den ganz großen Namen entschieden. bwin hat die Kader aller 48 WM-Teilnehmer unter die Lupe genommen und präsentiert Dir 10 Spieler, die diese WM aus der zweiten Reihe so richtig prägen könnten. Das sind unsere 10 Players to Watch 2026.
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Wenn es um das DFB-Team geht, fallen die Namen Wirtz, Musiala, Kimmich und Neuer fast schon reflexartig. Doch nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Lennart Karl und Serge Gnabry könnte ausgerechnet Leroy Sané zum entscheidenden Faktor in der deutschen Offensive werden.
Bei Galatasary Istanbul in der türkischen Süper Lig brachte es der pfeilschnelle Flügelspieler immerhin auf 12 Scorerpunkte in 28 Spielen – ein Fingerzeig, dass der 30-Jährige nach einer schwierigen Phase in seiner Karriere nichts von seiner Klasse eingebüßt hat.
Beim abschließenden Testspiel gegen die USA bewies er es auf der großen Bühne: Von Beginn an im Einsatz, erzielte er mit einem sehenswerten Abschluss den 2:1-Siegtreffer. In einer Gruppe mit Ecuador und der Elfenbeinküste braucht die DFB-Elf alle verfügbaren Waffen – und Sané könnte eine der schärfsten sein.

Das ÖFB-Team musste kurz vor dem Turnierstart eine bittere Hiobsbotschaft verkraften: Christoph Baumgartner, der Leipzig-Legionär, verletzte sich im Vorfeld der WM schwer und wird das gesamte Turnier verpassen. Für eine Mannschaft, die unter Ralf Rangnick in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat, ist das ein harter Schlag. Baumgartner hatte in der Bundesliga eine richtige Durchbruchssaison hinter sich und wäre ein absoluter Schlüsselspieler gewesen.
Umso wichtiger könnte nun die Rolle von Carney Chukwuemeka werden. Der österreichisch-englische Doppelstaatsbürger entschied sich erst im März für das ÖFB-Team – und überzeugte von Beginn an. In seinen ersten drei Länderspielen präsentierte er sich in bestechender Form: Gleich beim Debüt im Testspiel gegen Ghana gelang ihm ein Treffer, auch beim letzten Test gegen Tunesien machte er auf sich aufmerksam.
Der BVB-Legionär, der bei der Borussia meist von der Bank kommt, bekommt beim ÖFB endlich die Bühne, die er verdient. Mit 22 Jahren könnte Chukwuemeka in Nordamerika so richtig den Durchbruch schaffen und seinen Marktwert in völlig neue Sphären katapultieren.

Die Schweiz läuft bei großen Turnieren traditionell unter dem Radar und das ist ein Fehler. Die Eidgenossen schafften zuletzt dreimal in Folge den Sprung ins Achtelfinale und wollen 2026 noch höher hinaus.
Einer der Akteure, die dabei den Unterschied machen könnten, ist Johan Manzambi vom SC Freiburg. Der Breisgauer Regisseur hat eine herausragende Saison gespielt und war maßgeblich am Einzug der Freiburger in das Europa-League-Finale beteiligt – eine Leistung, die europaweit für Aufsehen gesorgt hat.
In der Nati wartet der 20-Jährige noch auf seinen großen Moment – doch der könnte bei der WM kommen. Die Schweizer Gruppe mit Katar, Bosnien und Gastgeber Kanada gilt als vergleichsweise überschaubar und könnte zur perfekten Plattform werden, um Manzambi endgültig auf die internationale Landkarte zu bringen. Clubs aus den Topligen haben ihn längst auf dem Zettel – eine starke WM dürfte die Interessenten nur weiter anheizen.

Arda Güler, Kenan Yıldız – das sind die Namen, über die man bei der Türkei spricht. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt ein weiteres Juwel: Can Uzun.
Der 20-Jährige von Eintracht Frankfurt hat in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er auf allerhöchstem Niveau mithalten kann – 13 Scorerpunkte in 21 Bundesliga-Spielen, dazu zwei Tore in der Champions League. Im vorletzten Testspiel gegen Nordmazedonien (4:0) war er gleich mit einem Tor und einem Assist der beste Mann auf dem Platz.
In einer Gruppe mit den USA, Paraguay und Australien hat die Türkei reale Chancen auf ein gutes Abschneiden. Und wenn Can Uzun so aufspielt wie in dieser Saison, werden auch die Schlagzeilen nicht mehr nur Güler und Yıldız gehören.

45 Tore in 126 Länderspielen – die Zahlen sprechen eine glasklare Sprache. Raúl Jiménez ist eine lebende Legende des mexikanischen Fußballs, und mit 35 Jahren dürfte diese WM seine letzte sein.
Doch von Alterserscheinungen keine Spur: In der Premier League erzielte der Mittelstürmer für den FC Fulham in dieser Saison starke 9 Tore – ein Beweis, dass er auch auf allerhöchstem Niveau noch mithalten kann. Old but Gold.
Mexiko ist Co-Gastgeber dieser WM und brennt auf eine historische Leistung vor heimischem Publikum – die Azteca-Atmosphäre ist legendär, und kein Team profitiert davon mehr als El Tri. Für Jiménez persönlich geht es um sein Vermächtnis. Wenn er noch einmal alles gibt, könnte er Mexiko tragen. Da kann was gehen.

Viele haben Belgien bereits abgeschrieben. Die "Goldene Generation" ist älter geworden, der Zenit überschritten – so die allgemeine Wahrnehmung. Doch wer Jeremy Doku in den letzten Wochen beobachtet hat, weiß: Mit diesem Mann ist immer zu rechnen.
Im Saisonfinish war der Außenstürmer von Manchester City der dominante Spieler der Premier League, reist mit 12 Scorerpunkten im Gepäck zur WM und steuerte beim finalen Testspiel gegen Tunesien (5:0) gleich zwei Assists bei.
Mit seinem explosiven Antritt und seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins ist Doku einer der gefürchtesten Spieler der Welt für gegnerische Außenverteidiger. Belgien ist vielleicht nicht mehr zu den Top-Favoriten zu zählen, aber mit Doku in dieser Form immer für eine Überraschung gut. Wer die Roten Teufel unterschätzt, könnte das bitter bereuen.

Wenn man über den amtierenden Weltmeister spricht, fällt fast ausschließlich ein Name: Lionel Messi. Der Superstar überstrahlt alles und jeden – und das zurecht.
Doch es ist Julián Álvarez, der der WM 2026 so richtig seinen Stempel aufdrücken könnte. Der Atletico-Madrid-Star hat eine schlicht unglaubliche Saison in LaLiga gespielt und die Madrilenen nahezu im Alleingang ins Halbfinale der Champions League getragen.
Seine Fähigkeiten als moderner Spielmacher-Stürmer suchen im Weltfußball ihresgleichen: Pressing, Tiefenläufe, Kombinationsspiel, Abschluss – Álvarez kann alles. Aktueller Marktwert: 100 Millionen Euro. Im Schatten von Messi könnte er bei dieser WM endgültig zum eigenständigen Weltstar reifen und sein Preisschild weiter in die Höhe treiben. Die Frage ist nicht ob, sondern wann er in der Wahrnehmung der Argentinier zum Mittelpunkt wird.

Ein weiterer Shootingstar aus der Bundesliga und einer der aufregendsten Talente des gesamten Turniers. Luka Vušković war in dieser Saison beim Hamburger SV eine der ganz großen Entdeckungen: Mit gerade einmal 19 Jahren präsentierte er sich als einer der hoffnungsvollsten Innenverteidiger Europas – körperlich präsent, spielstark, und mit einer Ruhe am Ball, die man in diesem Alter selten sieht.
Kroatien ist traditionell eine Turniermannschaft par excellence und hat immer wieder bewiesen, dass sie bei Endrunden über sich hinauswachsen kann. Vušković ist nach der Saison zu seinem Stammverein Tottenham Hotspur zurückgekehrt ,doch mit einer starken WM stehen ihm in Fußball-Europa alle Türen offen. Man darf gespannt sein, was dieser Junge noch erreichen wird.

Alle Augen bei Norwegen richten sich auf Erling Haaland. Der City-Bomber feiert bei dieser WM sein allererste Turnierteilnahme überhaupt und ist die absolute Lebensversicherung der Wikinger. Mit Martin Ødegaard hat man einen zweiten Weltstar in seinen Reihen.
Doch genau in seinem Schatten könnte Antonio Nusa zur echten Überraschung des Turniers werden. Es ist Norwegens erste WM-Endrunde seit 1998 – eine 28-jährige Pause findet ihr Ende – und der 21-Jährige von RB Leipzig könnte diese Bühne für seinen endgültigen Durchbruch nutzen. Mit seinen explosiven Dribblings kann er einzelne Verteidiger an guten Tagen aus dem Spiel nehmen – eine Waffe, die auf dem schnellen WM-Rasen Gold wert ist.
Norwegen trifft in Gruppe I auf Irak, Senegal und Frankreich. Kein Selbstläufer, aber mit diesem Offensivpotenzial absolut machbar. Wer bei dieser WM auf den nächsten großen Bundesliga-Export setzt, sollte Nusa ganz oben auf dem Zettel haben.

Zum Abschluss einer, der auf dieser Liste eigentlich gar kein Geheimtipp mehr ist, sondern möglicherweise der beste Innenverteidiger der Welt im Moment. Willian Pacho von Paris Saint-Germain hat in der abgelaufenen Saison alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: Champions-League-Sieger, Ligue-1-Meister, Team der Saison in Frankreichs höchster Spielklasse.
In der Champions League war der 24-Jährige über die gesamte Saison hinweg kaum zu überwinden – in 17 Spielen der Königsklasse eroberte er 105 Bälle und hatte eine Passquote von 92,5 Prozent! Besonders beeindruckend: In 42 Saisonspielen sah Pacho keine einzige Gelbe Karte.
Bei Ecuador ist er der absolute Fels in der Brandung: Er war der einzige Spieler, der alle 18 WM-Qualifikationsspiele über 90 Minuten auf dem Platz stand. Gemeinsam mit Piero Hincapié (Arsenal) und Moisés Caicedo (Chelsea) bildet er den Kern einer Mannschaft, die in der Südamerika-Qualifikation defensiv historisch stark war – nur 5 Gegentore in 18 Spielen.
In Gruppe E wartet ausgerechnet Deutschland als Gradmesser. Wer Ecuador unterschätzt, könnte das teuer bezahlen und Pacho wäre der Mann, der diese Erkenntnis zementiert.

Messi, Ronaldo, Mbappé – klar. Aber die wirklich unvergesslichen WM-Momente entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet: Ein 20-Jähriger, der eine Nation auf dem Rücken trägt. Ein Verteidiger, der einen Titelfavoriten schachmatt setzt. Ein Flügelflitzer, der in einer entscheidenden Partie den Unterschied macht. Genau das ist es, was eine WM zur WM macht und genau deshalb lohnt es sich, diese zehn Namen jetzt schon auf dem Radar zu haben.
Sané als Goldtorschütze gegen Ecuador? Chukwuemeka als ÖFB-Lebensversicherung? Álvarez, der endgültig aus Messis Schatten tritt? Pacho, der die DFB-Defensive zum Schwitzen bringt? Das Turnier hat kaum begonnen und die spannendsten Geschichten werden erst noch geschrieben.
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