Er ist DIE Identifikationsfigur des SK Sturm Graz. 550 Spiele absolvierte Mario Haas zwischen 1993 und 2013 für die Steirer und erzielte dabei 179 Tore. Der Stürmer feierte mit seinem Herzensklub drei Meistertitel und gewann viermal den ÖFB-Cup. Zudem spielte er in der Ligue 1 für Racing Straßburg, mit denen er den französischen Cup gewann und für United Chiba (2 Meistertitel) in der japanischen J-League. Für das österreichische Nationalteam lief er 43-mal auf. Dabei gelangen ihm sieben Treffer. 2013 beendete der 51-Jährige seine Profi-Karriere. Als U16-Trainer des amtierenden österreichischen Meisters ist er dem Verein bist heute eng verbunden.
Als offizieller Partner des SK Sturm Graz hatte bwin die Möglichkeit mit Mario Haas zu sprechen. Der gebürtige Grazer verrät uns im Interview, seine "Best-XI of all time", blickt auf seine denkwürdigsten Partien im Sturm- sowie im ÖFB-Dress zurück und verrät uns in welchem Trikot er am liebsten aufgelaufen ist.


Im Tor entscheidet sich Mario Haas für seinen ehemaligen Teamkollegen Kazimierz Sidorczuk. Der Pole stand zwischen 1997 und 2002 ganze 181 Mal für den SK Sturm zwischen den Pfosten. Dabei hielt er 70 Mal die Null und kassierte insgesamt nur 180 Gegentore. Sidorczuk war die Nummer eins der Grazer in den legendären Champions-League-Saisons (98/99, 00/01). 1998/99 war er ein wichtiger Bestandteil jener Mannschaft, die das Double einheimste.

Auch in seiner Viererkette setzt Mario Haas auf ehemalige Weggefährten: Mit Rechtsverteidiger Martin Ehrenreich stand er in der Meister-Saison 2010/11 gemeinsam auf dem Platz. Der 43-Jährige absolvierte 146 Spiele für die "Blackies" und ist - wie Haas - dem Verein nach wie vor verbunden. Ehrenreich arbeitet zur Zeit als Team Manager beim SK Sturm.
In der Innenverteidigung schaffen mit dem Serben Ranko Popovic und dem Slowenen Darko Milanic zwei Legionäre den Sprung in das Dreamteam. Popovic hinterließ in seinen 102 Spielen Eindruck. Milanic lief sogar 189 Mal für den Verein auf und ist außerdem 41-facher slowenischer Nationalspieler. Beide sind aktuell als Trainer aktiv. Popovic coacht Kyoto Sagna in Japan. Milanic steht bei NK Maribor in der slowenischen Liga an der Seitenline. Zwischen 2013 und 2014 trainierte er seinen Herzensverein, SK Sturm.
Auf der Position des linken Verteidigers entscheidet sich Haas für Mehrdad Minavand. Der Iraner spielte zwischen 1998 und 2001 für Sturm. 2021 verstarb der 71-fache Nationalspieler im Alter von 45 Jahren viel zu früh an den Folgen einer schweren COVID-19-Erkrankung.

Die Positionen im zentralen Mittelfeld in Haas' Dreamteam besetzen Gilbert Prilasnig und Roman Mählich.
Ersterer lief ganze 282 Mal im schwarz-weißen Trikot auf und erzielte dabei 29 Tore. Prilasnig war bei zwei Meistertitel und drei Cup-Erfolgen mit an Bord und absolvierte 16 Länderspiele für das ÖFB-Team. Heute arbeitet der Klagenfurter als Co-Trainer in der AKA Oststeiermark.
Mählich ist aufgrund seiner TV-Präsenz als ORF-Experte auch dem jüngeren Publikum noch ein Begriff. Der 54-Jährige, der einst dafür bekannt wurde, dass er sich mit David Beckham anlegte, spielte 257 Mal für Sturm und traf 18 Mal. Auch er war, wie Prilasnig, bei zwei Meistertiteln und drei Cup-Siegen Teil der Mannschaft. Mählich spielte 20 Mal für das österreichische Nationalteam.

In der Offensive muss Haas kaum überlegen. Seine Dreierkette hat er bereits im Kopf: Markus Schopp, Ivica Vastic und Hannes Reinmayr.
Der gebürtige Grazer Schopp absolvierte 269 Spiele für den Verein und erzielte 44 Tore. Außerdem wirbelte Schopp in der Serie A für Brescia, in der Deutschen Bundesliga für den Hamburger SV und in der MLS für New York Red Bulls. Nach der aktiven Karriere schlug er eine erfolgreiche Laufbahn als Trainer ein, die ihn über den Sturm Nachwuchs zu Hartberg, Barnsley (Championship), dem LASK und wieder zurück zu Hartberg führte.
Ivo Vastic ist mit 315 Spielen und 153 Toren bis heute eine der größten Legenden in Graz-Liebenau. Der in Split geborene Offensivmann machte sich 2008 unsterblich, als er das erste Tor überhaupt bei einer Europameisterschaft für Österreich erzielte. Vastic, der außerdem u.a. für den LASK, die Wiener Austria und in Japan kickte, probierte sich ebenfalls als Trainer und coachte vier Jahre den SV Mattersburg.
Der dritte Offensivspieler im Bunde, Hannes Reinmayr, bringt es auf 254 Einsätze (61 Tore) für den SK Sturm und lief 14 Mal für das ÖFB-Team auf. Heut coacht er im steirischen Unterhaus.
An vorderster Front entscheidet sich Mario Haas für sich selbst - eine mehr als valide Wahl.
Abwehr
Martin Ehrenreich - Ranko Popovic - Darko Milanic - Mehrdad Minavand

Mario Haas und der SK Sturm Graz: Diese Verbindung ist untrennbar. Über viele Jahre prägte der Angreifer die erfolgreichste Ära der Grazer, gewann Meisterschaften und Cups und begeisterte die Fans mit seinem Einsatz und seiner Treffsicherheit. Auch im Nationalteam sammelte Haas unvergessliche Erfahrungen, darunter die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1998. Im Gespräch mit bwin blickt die Sturm-Legende auf seine größten Spiele und die schönsten Erinnerungen an seine Karriere zurück.
Auf die Frage nach seinen "Magic Moments" im Sturm-Dress kommt Mario Haas zuallererst das Wort "Champions League" über die Lippen. Die zehn Partien, die Haas in der Königsklasse absolviert hat, sind ihm besonders im Gedächtnis geblieben. Speziell die Spiele gegen Real Madrid (1:5, 1:6) und Manchester United (1:3) hebt er hervor.
Bei der 1:5-Heim-Niederlage gegen die "Königlichen" gelang Haas 1998 auch sein erster Treffer in der Champions League. 2001 legte er bei den Siegen gegen Panathinaikos (2:0, 2:1) zwei weitere Tore nach. Auch gegen Spartak Moskau (0:2, 0:0), Inter Mailand (0:1, 0:2) und Valencia (0:5) durfte der Stürmer Champions-League-Luft schnuppern.
Insgesamt drei Meistertitel in der österreichischen Bundesliga feierte Mario Haas mit dem SK Sturm Graz. Am speziellsten war für ihn der Erste, wie er verrät. In der Saison 1997/98 steuerte der Stürmer in 36 Bundesliga-Spielen 17 Tore bei und hatte damit auch maßgeblichen Anteil am ersten Meistertitel des Vereins überhaupt.
Sturm setzte sich damals in eindrucksvoller Manier - mit 19 Punkten Vorsprung auf Verfolger Rapid Wien - die Krone auf. Die von Ivica Osim trainierte Mannschaft verlor lediglich 3 von 36 Saisonspielen. Haas musste sich in der Torschützenliste lediglich Geir Frigard (LASK Linz, 23 Tore) geschlagen geben.
Bereits zwei Jahre zuvor (95/96) gelang Haas mit dem SK Sturm der erste große Coup im ÖFB-Cup. Erstmals überhaupt gewannen die Schwarz-Weißen Österreichs prestigeträchtigsten Cup-Bewerb.
Dabei eliminierte man SC Marchtrenk (5:0), Wacker Innsbruck (5:2), Austria Wien (1:0) und den SV Gerasdorf (2:1) auf dem Weg ins Viertelfinale. Im Halbfinale gelang ein emotionaler 3:1-Sieg über den Lokalrivalen, GAK, bei dem Haas einen Treffer beisteurte. Im Finale im Wiener Ernst-Happel-Stadion besiegte man Admira Wacker mit 3:1. Haas traf in sechs Spielen fünfmal.
Auf die Frage nach seinem Lieblingsdress muss Mario Haas nicht lange überlegen. Seine Wahl fällt auf das Jubiläumstrikot aus dem Jahr 2009, das der SK Sturm Graz anlässlich seines 100-jährigen Bestehens präsentierte. Mit den goldenen Streifen und dem eigens entworfenen Jubiläumswappen zählt es für die Vereinslegende zu den schönsten Trikots der Klubgeschichte und nimmt einen besonderen Platz in seiner Erinnerung ein.

Auch im Trikot des ÖFB feierte Mario Haas besondere Momente in seinen insgesamt 43 Länderspielen. Sein persönliches Karriere-Highlight erlebte der ehemalige Stürmer bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Das WM-Abenteuer 1998 bleibt unvergessen. Österreich traf in der Gruppenphase auf Italien (1:2), Chile (1:1) und Kamerun (1:1), wobei Haas in allen drei Partien zum Einsatz kam. Gegen Chile stand er sogar in der Startelf und sammelte wertvolle Minuten auf der größten Fußballbühne der Welt.
Für Haas bleibt die Teilnahme an der Weltmeisterschaft bis heute der prägendste Moment seiner Nationalteam-Karriere: "Es gibt nichts Schöneres, als eine Weltmeisterschaft zu spielen. Das ist als junger Spieler das größte Highlight und ich habe es erleben dürfen."
Mario Haas’ Auswahl zeigt eindrucksvoll, wie eng seine Karriere mit der Geschichte des SK Sturm Graz verbunden ist. In seiner Traumelf finden sich Vereinslegenden, langjährige Weggefährten und Spieler, die den Grazer Fußball über viele Jahre geprägt haben. Gemeinsam stehen sie für eine der erfolgreichsten Epochen der Vereinsgeschichte.
Auch bei seinen schönsten Erinnerungen wird deutlich, welche Momente Haas besonders geprägt haben. Neben unvergesslichen Spielen im Trikot des SK Sturm Graz zählt vor allem die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1998 mit dem österreichischen Nationalteam zu den Höhepunkten seiner Karriere. Dazu kommen emotionale Erinnerungen wie jene an sein Lieblingsdress, – das Jubiläumstrikot zum 100-jährigen Bestehen des Vereins – welches für ihn bis heute einen besonderen Stellenwert besitzt.
Gerade diese Mischung aus sportlichen Erfolgen, persönlichen Meilensteinen und der tiefen Verbundenheit zum Verein macht Mario Haas’ Auswahl so besonders. Sie erzählt die Geschichte einer Sturm-Legende, die den Klub über viele Jahre geprägt hat und deren Name bis heute untrennbar mit den größten Erfolgen der Grazer verbunden ist.
