Bis zur letzten Sekunde wurde gepokert, verhandelt und unterschrieben: Der Deadline Day 2026 hat wieder einmal gehalten, was er verspricht. In der Bundesliga, aber auch in den europäischen Top-Ligen wechselten namhafte Spieler noch kurz vor Schluss den Verein – mit spürbaren Folgen für Kader, Ausgangslagen und natürlich auch für die Wettquoten der kommenden Saison. bwin verrät euch die wichtigsten Last-Minute-Transfers des Tages und ordnet ein, was sie für die neue Spielzeit bedeuten.

Die Bundesliga-Klubs nutzten die letzten Stunden des Transferfensters noch einmal intensiv, um ihre Kader für die Saison 2026/27 zu schärfen. Das sind die Top-Transfers des Deadline Days.
Marc Guiu: FC Chelsea → RB Leipzig (15 Mio. €)
Moussa Diaby: Al-Ittihad → Bayer Leverkusen (30 Mio. €)
Guela Doue: Racing Straßburg → Bayer Leverkusen (30 Mio. €)
Zakaria El Ouahdi: KRC Genk → Hamburger SV (10 Mio. €)
Fabio Vieira: FC Arsenal → Hamburger SV (9 Mio. €)
Nicolas Kühn: Como → Borussia Mönchengladbach (Leihe)
Ethan Nwaneri: FC Arsenal → Borussia Dortmund (Leihe)
Borna Sosa: Crystal Palace → 1. FC Köln (Leihe)
Hee-chan Hwang: Wolverhampton Wanderes → FC Schalke 04 (Leihe)
RB Leipzig sicherte sich Marc Guiu vom FC Chelsea. Der junge Spanier soll den Sachsen im Angriff zusätzliche Tiefe verschaffen – eine Personalie, die sich direkt auf das Offensivspiel der Leipziger auswirken dürfte. Einziges Manko: Der 20-Jährige hat nicht wirklich viel Spielpraxis in den Beinen. In der aktuellen Saison kam er noch gar nicht zum Einsatz. Im Vorjahr machte er wettbewerbsübergreifend nur 16 Spiele für den FC Chelsea.

Bayer Leverkusen holt mit Moussa Diaby einen alten Bekannten zurück nach Deutschland. Der Flügelspieler wechselt von Al-Ittihad an den Rhein und soll der Werkself in der Offensive neue Optionen eröffnen. 30 Millionen Euro lässt sich der Meister von 2024/25 die Dienste des Offensivspielers kosten. In seiner ersten Ära bei Leverkusen erzielte Diaby in 125 Spielen 31 Tore und steuerte 37 Vorlagen bei.
Mit Rechtsverteidiger Guéla Doué zog Bayer noch einen zweiten Top-Transfer Last-Minute an Land. Der 23-jährige Ivorer kommt aus der Ligue 1 von Racing Straßburg.
Borussia Mönchengladbach leiht sich Nicolas Kühn von Como aus, während Borussia Dortmund mit Ethan Nwaneri von Arsenal ebenfalls auf Leihbasis ein englisches Top-Talent nach Deutschland holt. Der BVB reagiert damit auf den verletzungsbedingten Ausfall von Giannis Konstantelias. Der Grieche zog sich nach seinem Premieren-Treffer am ersten Spieltag gegen den HSV einen Kreuzbandriss zu.
Auch der FC Schalke 04 und der 1. FC Köln machten am Deadline Day noch einmal Nägel mit Köpfen: Hee-chan Hwang wechselt leihweise von Wolverhampton zu Schalke, Borna Sosa kommt auf Leihbasis von Crystal Palace zum Effzeh. Der Kroate ist in der Bundesliga ein alter Bekannter. Von 2018 bis 2023 verteidigte er für den VfB Stuttgart.
Der Hamburger SV war einer der aktivsten Klubs des Tages und schlug gleich mehrfach zu. Neben der Verpflichtung von Verteidiger David Möller Wolfe (Wolves, Leihe) und Zakaria El Ouahdi (Genk) sorgt vor allem die Verpflichtung von Fabio Vieira, der fest von Arsenal an die Elbe wechselt, für Jubelströme. Der Portugiese war bereits in der Vorsaison an die Hanseaten verliehen und überzeugte mit sieben Toren und fünf Vorlagen.
Auch abseits der Bundesliga sorgte der Deadline Day für Aufsehen – mit Rekordablösen und prominenten Last-Minute-Leihen. bwin präsentiert die Top-Transfers des Deadline Days 2026 aus La Liga, Serie A, Premier League und Co.
Enzo Fernández: FC Chelsea → Manchester City (145 Mio. €, Rekordablöse)
Nick Woltemade: Newcastle United → Juventus Turin (Leihe)
Ibrahim Mbaye: Paris Saint-Germain → Aston Villa (55 Mio. €)
Iliman Ndiaye: Everton → Manchester City (70 Mio. €)
Mykhailo Mudryk: FC Chelsea → Tottenham Hotspur (Leihe)
Jack Grealish: Manchester City → Everton (Leihe)
Kevin Danso: Tottenham Hotspur → FC Sunderland (Leihe)
David Affengruber: Elche CF→ FC Fulham (12 Millionen Euro)
Gabriel Jesus: FC Arsenal → FC Barcelona (10 Mio. €)

Der Transfer-Kracher aus deutscher Sicht am Deadline Day: Nick Woltemade verlässt Newcastle United nach nur einem Jahr auf Leihbasis in Richtung Juventus Turin. Für den deutschen Nationalspieler bedeutet das einen Neustart in der Serie A. Das Kapitel Premier League bleibt für den DFB-Stürmer fürs Erste unvollendet. In 53 Spielen für Newcastle gelangen Woltemade – trotz Traumstart – nur elf Treffer. In Turin hat er nun die Chance, wieder voll durchzustarten. Damit Juventus Woltemade verpflichten konnte, musste zunächst Jonathan David gehen: Der Kanadier wechselt leihweise mit Kaufoption zu Atlético Madrid.
Transfer-Knall in der Premier League am letzten Drücker: Der FC Chelsea gab seinen Mittelfeldstar Enzo Fernández für eine Rekordablöse an Manchester City ab. 145 Millionen Euro lassen sich die "Skyblues" die Dienste des Argentiniers kosten. Enzo ist somit der Rekord-Transfer des diesjährigen Transfer-Sommers.
Auch Iliman Ndiaye schließt sich den Citizens an, nachdem Tottenham im Poker um ihn das Nachsehen hatte. Der 26-Jährige kommt für 70 Millionen Euro vom FC Everton.
Die Tottenham Hotspur mischten ebenfalls lange im Poker um Iliman Ndiaye mit. Nachdem der Transfer sich schließlich zerschlug, holten die "Spurs" einen anderen prominenten Namen: Mykhailo Mudryk kommt per Leihe vom FC Chelsea. Der Ukrainer will nach Ablauf seiner 20-monatigen Dopingsperre wieder voll durchstarten.
Bei Everton feiert derweil Jack Grealish sein Comeback: Der Engländer kehrt leihweise von Manchester City zu den "Toffees" zurück. Ibrahim Mbaye wechselt für 55 Millionen Euro von Paris Saint-Germain zu Aston Villa. Aus österreichischer Sicht gibt es in der Premier League auch noch einen spannenden Last-Minute-Transfer: ÖFB-Legionär Kevin Danso verlässt Tottenham und wechselt leihweise zum FC Sunderland. Mit David Affengruber hat Österreich auch einen neuen Premier-League-Legionär. Der Innenverteidiger wechselte für 12 Millionen Euro von CF Elche zum FC Fulham.
Gabriel Jesus verlässt den FC Arsenal in Richtung FC Barcelona. Nach vier Jahren bei den "Gunners" zieht es den Brasilianer erstmals in LaLiga. Sportlich blieb er hinter den Erwartungen zurück: Immer wieder bremsten ihn Verletzungen, darunter ein schwerer Kreuzbandriss, aus. Zuletzt hatte er zunehmend das Nachsehen gegen Kai Havertz und Viktor Gyökeres und musste sich mit der Rolle als Edeljoker begnügen. Für die Katalanen ist der Transfer angesichts von Jesus' internationaler Erfahrung ein vergleichsweise günstiger (10 Millionen Euro) und risikoarmer Last-Minute-Deal.

Während die Bundesliga die Schlagzeilen dominierte, blieben auch die Vereine der 2. Bundesliga am Deadline Day nicht untätig.
Hannover 96 verstärkt sich mit HSV-Flügelspieler Emir Sahiti, während Hertha BSC mit Leon Jensen von Arminia Bielefeld einen erfahrenen Mittelfeldspieler holt.
Der VfL Bochum verpflichtet Jupiler Pro League-Stürmer Jarne Steuckers, während Greuther Fürth mit Ex-BVB Talent Hendry Blank einen alten Bekannten zurückholt. Der Innenverteidiger kommt von RB Salzburg.

Während in Deutschland, England, Spanien, Italien und Frankreich bereits Schluss ist, können die Klubs der österreichischen Bundesliga noch bis Donnerstag, 3. September, 17 Uhr Spieler verpflichten.
Auch hier tut sich noch einiges. Der SK Rapid Wien musste Mittelfeld-Motor Romeo Amane ziehen lassen. Der defensive Mittelfeldspieler wechselte für kolportierte 6,5 Mio. Euro zum RSC Anderlecht.
RB Salzburg hingegen rüstete noch einmal auf. Der ehemalige Serienmeister leiht Jesper Lindstrøm vom SSC Neapel aus. Und Meister LASK landete bereits vor ein paar Tagen einen Transfercoup mit der fixen Verpflichtung von WM-Held Saša Kalajdžić.
Auch in der türkischen Süper Lig ist das Transferfenster noch bis Freitag, 4. September geöffnet. In der Schweiz (Super League) dürfen noch bis zum 8. September Spieler verpflichtet werden, in der Saudi Pro League gar noch bis zum 12. Oktober. Das bedeutet: Es könnte in den kommenden Tagen noch die eine oder andere Überraschung geben.

Der Deadline Day 2026 hat noch einmal für ordentlich Bewegung auf dem Transfermarkt gesorgt – von Leipzig über Leverkusen bis nach Turin und Manchester.
Für die neue Saison bedeutet das frische Konstellationen in nahezu allen Top-Ligen, die sich auch in den Quoten widerspiegeln werden. Bei bwin findet ihr ab sofort das passende Wettprogramm zur neuen Saison: alle Ligen, alle Matches und alle Quoten rund um Bundesliga, Premier League, Serie A und Co. – inklusive der Teams, die sich am Deadline Day noch einmal verstärkt haben.