Ralf Rangnick startet mit einem teilweise neu formierten ÖFB-Team in die Nations League 2026/27. Nach dem Ende von Marko Arnautovic' Karriere im Nationalteam und dem Fehlen mehrerer etablierter Leistungsträger muss Österreich in den kommenden Spielen gegen Israel, Kosovo und Irland auf einige bekannte Gesichter verzichten. Gleichzeitig stehen mit Sascha Horvath, Lukas Jungwirth, Christian Zawieschitzky, Felix Bacher und Vasilije Markovic fünf Neulinge im Kader. Christoph Lang und Nikolas Veratsching waren zwar schon einmal im ÖFB Kader, warten allerdings ebenfalls noch auf ihr Länderspiel-Debüt.
Zum Auftakt warten innerhalb von elf Tagen gleich vier Nations-League-Spiele auf das österreichische Nationalteam. Los geht es am 24. September in Linz gegen die israelische Fußballnationalmannschaft. Danach trifft Österreich zunächst in Wien und später auswärts auf den Kosovo, ehe am 1. Oktober das Duell mit Irland in Dublin folgt.

Das ÖFB-Team spielt in der UEFA Nations League 2026/27 in Gruppe B3. In der ersten Länderspielpause stehen vier Partien auf dem Programm, zwei weitere Gruppenspiele folgen im November.
Datum | Spiel | Ort | Anstoß | TV |
|---|---|---|---|---|
24.09.2026 | Österreich – Israel | Linz | 20:45 Uhr | ORF |
27.09.2026 | Österreich – Kosovo | Wien | 18:00 Uhr | ORF |
01.10.2026 | Irland – Österreich | Dublin | 20:45 Uhr | ORF |
04.10.2026 | Kosovo – Österreich | Pristina | 18:00 Uhr | ORF |
14.11.2026 | Österreich – Irland | Linz | 20:45 Uhr | ORF |
17.11.2026 | Israel – Österreich | Debrecen | 20:45 Uhr | ORF |
Der ORF überträgt die Spiele des ÖFB-Teams live.

Ralf Rangnick geht mit einem 27-köpfigen ÖFB-Kader in den Nations-League-Auftakt. Neben zahlreichen etablierten Nationalspielern gehören auch einige Spieler zum Aufgebot, die noch auf ihr Debüt im österreichischen Nationalteam warten. Während in der Vergangenheit vor allem Legionäre aus der Deutschen Bundesliga den Ton im ÖFB-Team angegeben haben, dürfen sich diesmal auch zahlreiche Akteure aus der Österreichischen Bundesliga beweisen.
Lukas Jungwirth (LASK), Alexander Schlager (Werder Bremen), Florian Wiegele (Viktoria Pilsen), Christian Zawieschitzky (Red Bull Salzburg)
David Affengruber (Fulham), Felix Bacher (Olympique Lyon), Kevin Danso (Sunderland), Marco Friedl (Werder Bremen), Philipp Lienhart (Freiburg), Phillipp Mwene (Mainz), Stefan Posch (Mainz), Alexander Prass (TSG Hoffenheim), Nikolas Veratschnig (Red Bull Salzburg), Maximilian Wöber (Schalke 04)
Carney Chukwuemeka (Borussia Dortmund), Sascha Horvath (LASK), Christoph Lang (LASK), Vasilije Markovic (Austria Wien), Xaver Schlager (Nottingham Forest), Romano Schmid (Frosinone), Nicolas Seiwald (RB Leipzig), Paul Wanner (PSV Eindhoven), Patrick Wimmer (TSG Hoffenheim)
Junior Adamu (Schalke 04), Michael Gregoritsch (FC Augsburg), Marco Grüll (Werder Bremen), Sasa Kalajdzic (LASK)
Nicolas Kristof (SV Elversberg), Patrick Pentz (Bröndby IF), Leopold Querfeld (Union Berlin), Jannik Schuster (Brentford), Valentin Zabransky (Red Bull Salzburg), Thierno Ballo (AS Saint-Ètienne), Yusuf Demir (SK Rapid), Jacob Peter Hödl (Sturm Graz), Alessandro Schöpf (LASK), Matthias Seidl (SK Rapid), Oluwaseun Adewumi (Hertha BSC), Raul Florucz (Union St. Gilloise), Erik Kojzek (Partzian Belgrad), Nikolaus Wurmbrand (SK Rapid)
Besonders spannend ist der Blick auf die Neulinge im Rangnick-Kader. Lukas Jungwirth, Christian Zawieschitzky, Felix Bacher, Christoph Lang, Sascha Horvath, Nikolas Veratschnig und Vasilije Markovic könnten erstmals für Österreich auflaufen.
Mit Jungwirth und Zawieschitzky hat Rangnick gleich zwei neue Torhüter nominiert. Ligue-1-Legionär Bacher könnte in der Abwehr zu seinem Debüt kommen, während der erst 18-jährige Markovic erstmals Teil des ÖFB-Teams ist. Mit Veratschnig, Lang und Horvath hoffen drei weitere Bundesliga-Kicker auf ihr Länderspiel-Debüt. Die beiden Erstgenannten waren zumindest schon einmal Teil des Rangnick Kaders.
Gerade die beiden Torhüter-Neulinge sind interessant: Rangnick nutzt die Nations-League-Spiele, um sich einen genaueren Überblick über die nächste Generation im österreichischen Tor zu verschaffen.

Der Umbruch im ÖFB-Team zeigt sich vor allem an den prominenten Abwesenden.
David Alaba ist nach seiner langen Verletzungspause noch nicht matchfit. Der Kapitän steht kurz vor einem Wechsel in die Serie A zu Udinese Calcio und könnte somit für den November-Lehrgang wieder eine Option sein. Marcel Sabitzer hat eine Auszeit vom Nationalteam angekündigt, während Christoph Baumgartner nach einer Verletzung weiterhin fehlt.
Dazu kommt Konrad Laimer, der den Auftakt gegen Israel und Kosovo verletzungsbedingt verpasst. Laut ÖFB besteht allerdings die Möglichkeit, dass der Bayern-Spieler im weiteren Verlauf des Lehrgangs wieder zur Mannschaft stößt.
Und mit Marko Arnautovic fehlt ein Spieler endgültig: Österreichs Rekordspieler hat seine Karriere im Nationalteam nach der WM beendet. In Abwesenheit der vielen Stars wird Michael Gregoritsch voerst als ÖFB Kapitän fungieren, wie der ÖFB kürzlich bekannt gab.

Das Ende der Ära Arnautovic verändert das österreichische Nationalteam nachhaltig. Der langjährige Führungsspieler und ÖFB-Rekordspieler steht Rangnick nicht mehr zur Verfügung.
Damit stellt sich automatisch die Frage, wer künftig mehr Verantwortung im ÖFB-Team übernimmt. Mit Alaba und Sabitzer fehlen gleichzeitig zwei weitere erfahrene Führungsspieler.
Rangnick muss deshalb nicht nur sportlich neue Lösungen finden, sondern auch neue Führungsspieler innerhalb der Mannschaft etablieren. Arnautovic soll im Zuge der ÖFB Nations League Heimspiele gebührend verabschiedet werden.
Neben den möglichen Debütanten setzt Rangnick auch auf mehrere Spieler, die zuletzt nicht zum engeren Kreis des Nationalteams gehörten.
Maximilian Wöber, Junior Adamu und Marco Grüll gehören wieder zum ÖFB-Kader. Gerade diese Mischung aus Rückkehrern, etablierten Kräften und jungen Spielern macht den aktuellen Rangnick-Kader interessant.
Am 24. September startet Österreich in Linz gegen Israel in die Nations League 2026/27.
Die israelische Fußballnationalmannschaft ist der erste Gegner des ÖFB-Teams in der neuen Saison. Für Rangnick ist die Partie zugleich die erste Möglichkeit, seine neu formierte Mannschaft unter Wettkampfbedingungen zu testen.
Österreich – Israel
Datum: 24. September 2026
Anstoß: 20:45 Uhr
Ort: Raiffeisen Arena, Linz
TV: ORF 1
Das Spiel ist besonders für die vier möglichen ÖFB-Debütanten interessant. Rangnick könnte ihnen direkt zum Start der neuen Nations-League-Kampagne Einsatzzeit geben.

Nur drei Tage später wartet bereits das nächste Spiel. Österreich empfängt den Kosovo im Wiener Ernst-Happel-Stadion.
Mit dem Kosovo trifft das ÖFB-Team innerhalb dieser Länderspielpause gleich zweimal auf denselben Gegner – zunächst zuhause, anschließend auswärts.
Österreich – Kosovo
Datum: 27. September 2026
Anstoß: 18:00 Uhr
Ort: Ernst-Happel-Stadion, Wien
TV: ORF 1
Der Kosovo wird dabei auch von einem bekannten Gesicht aus Österreichs Fußballgeschichte begleitet: Franco Foda, der ehemalige ÖFB-Teamchef, steht inzwischen an der Seitenlinie des Kosovo.
Am 1. Oktober geht es für das ÖFB-Team erstmals auswärts zur Sache. In Dublin wartet Irland.
Die Partie bildet den Auftakt zu zwei Auswärtsspielen innerhalb weniger Tage. Für Rangnick wird damit auch die Belastungssteuerung innerhalb des neu zusammengestellten ÖFB-Kaders wichtig. Irland ist auf dem Papier der wohl härteste Brocken in dieser Nations League Gruppe.
Irland – Österreich
Datum: 1. Oktober 2026
Anstoß: 20:45 Uhr
Ort: Aviva Stadium, Dublin
TV: ORF 1
Nur drei Tage später folgt bereits das Rückspiel gegen den Kosovo. Diesmal muss Österreich in Pristina antreten.
Damit beendet das ÖFB-Team die erste Nations-League-Länderspielpause mit vier Spielen innerhalb von nur elf Tagen.
Kosovo – Österreich
Datum: 4. Oktober 2026
Anstoß: 18:00 Uhr
Ort: Stadiumi Fadil Vokrri, Pristina
TV: ORF 1
Alle sechs Nations-League-Spiele des österreichischen Nationalteams werden in Österreich live im ORF übertragen. Für alle sechs Partien gegen Israel, Kosovo und Irland ist jeweils ORF 1 als TV-Sender vorgesehen. Auch Streams über ORF ON sind verfügbar.
Damit sind die Partien des ÖFB-Teams sowohl im klassischen Fernsehen als auch online verfügbar.

Ralf Rangnick muss seine Mannschaft nach der WM in Nordamerika an mehreren Stellen neu aufstellen. Mit Arnautovic hat ein langjähriger Leistungsträger seine Nationalteamkarriere beendet. Alaba, Sabitzer, Laimer und Baumgartner fehlen diesmal aus unterschiedlichen Gründen.
Gleichzeitig öffnet Rangnick den ÖFB-Kader für neue Spieler. Sieben mögliche Debütanten und mehrere Rückkehrer sorgen dafür, dass sich der Konkurrenzkampf im österreichischen Nationalteam neu sortiert.
Besonders spannend wird deshalb die Frage, welche Spieler in den kommenden Nations-League-Spielen Verantwortung übernehmen und sich dauerhaft im ÖFB-Team etablieren können.
Nach den vier Spielen im September und Oktober stehen im November noch zwei weitere Gruppenspiele auf dem Programm.
Am 14. November trifft Österreich in Linz auf Irland. Drei Tage später geht es auswärts gegen Israel nach Debrecen. Damit endet die Gruppenphase der Nations League 2026/27 für das ÖFB-Team.
Für Rangnick geht es dabei nicht nur um die Ergebnisse, sondern auch darum, die neue Hierarchie innerhalb der österreichischen Nationalmannschaft zu entwickeln.
Ralf Rangnick geht mit einem teilweise neu formierten ÖFB-Team in die Nations League 2026/27. Marko Arnautovic hat seine Karriere in der österreichischen Nationalmannschaft beendet, David Alaba, Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Christoph Baumgartner fehlen diesmal ebenfalls.
Die vier Spiele gegen die israelische Fußballnationalmannschaft, den Kosovo und Irland werden damit zur ersten großen Standortbestimmung für den neuen ÖFB-Kader. Wer sich neben dem sportlichen Geschehen auch für die Partien interessiert, findet bei bwin passende Nations League Wetten und aktuelle Nations League Quoten zu den Spielen.
Der ÖFB startet damit in eine neue Phase und die Nations League wird zeigen, wie schnell Rangnick aus der Mischung aus etablierten Kräften, Rückkehrern und jungen Spielern wieder eine schlagkräftige österreichische Nationalmannschaft formen kann.