Rund drei Monate nach dem WM-Debakel startet das DFB-Team unter seinem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp in die Nations League. Mit einem Rekord-Aufgebot von 44 Spielern sendet Klopp gleich ein deutliches Signal: Die Länderspielpause wird zum Neuanfang.
Zum Auftakt trifft das DFB-Team auf die Niederlande, Griechenland und Serbien. Für seine erste Länderspielpause nominierte der neue Bundestrainer Klopp insgesamt 44 Spieler und teilte das Aufgebot für den Auftakt in die Nations League 2026 auf zwei Kader auf.
Vier Nations-League-Spiele stehen innerhalb von nur elf Tagen auf dem Programm. Dabei setzt Klopp auf einen Mix aus erfahrenen Nationalspielern, jungen Talenten und gleich 16 möglichen Debütanten. Auch im Tor gibt es eine wichtige Veränderung: Marc-André ter Stegen ist für den Moment die neue Nummer eins.

Das DFB-Team bestreitet in dieser Länderspielpause vier Partien in der UEFA Nations League – jeweils zweimal auswärts wie zuhause. Die vier Spiele sind zugleich der erste große Belastungstest für Klopp als Bundestrainer.
Datum | Spiel | Ort | Anstoß | TV |
|---|---|---|---|---|
24.09.2026 | Niederlande – Deutschland | Amsterdam | 20:45 Uhr | RTL |
27.09.2026 | Deutschland – Griechenland | Augsburg | 20:45 Uhr | ARD |
01.10.2026 | Deutschland – Serbien | München | 20:45 Uhr | ZDF |
04.10.2026 | Griechenland – Deutschland | Thessaloniki | 20:45 Uhr | RTL |

Statt eines klassischen 23-Mann-Kaders hat Klopp bei seiner ersten Nominierung als Bundestrainer gleich 44 Spieler aufgeboten und in zwei Gruppen aufgeteilt. Der erste Kader läuft gegen die Niederlande und Griechenland auf, danach reist ein Großteil der Spieler wieder ab und ein zweites, jüngeres Aufgebot übernimmt für die Duelle gegen Serbien und das Rückspiel gegen Griechenland. Einzig Torhüter Finn Dahmen vom FC Augsburg steht auf beiden Listen.
Tor: Marc-André ter Stegen (Ajax Amsterdam), Alexander Nübel (Besiktas Istanbul), Finn Dahmen (FC Augsburg)
Abwehr: Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund),, Yann Aurel Bisseck (Inter Mailand), Josha Vagnoman (VfB Stuttgart), Hennes Behrens (FC Augsburg), Max Rosenfelder & Philipp Treu (beide SC Freiburg), Nathaniel Brown & Jonathan Tah (beide FC Bayern)
Mittelfeld: Nadiem Amiri (1. FSV Mainz 05), Bambasé Conté (TSG Hoffenheim), Yanik Engelhardt (SC Freiburg), Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Serge Gnabry (alle Bayern), Felix Nmecha (Dortmund), Chris Führich (VfB Stuttgart), Kevin Schade (Brentford), Anton Stach (Leeds United), Karim Adeyemi (FC Barcelona)
Angriff: Kai Havertz (Arsenal), Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt)
Tor: Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Finn Dahmen (FC Augsburg), Jonas Urbig (FC Bayern)
Abwehr: Waldemar Anton (Borussia Dortmund), Ridle Baku & David Raum (beide RB Leipzig), Finn Jeltsch & Maximilian Mittelstädt (beide VfB Stuttgart), Malick Thiaw (Newcastle United)
Mittelfeld: Lennart Karl, Tom Bischof & Aleksandar Pavlović (beide FC Bayern), Mika Baur (Celtic Glasgow), Said El Mala (1. FC Köln), Brajan Gruda (RB Leipzig), Vitaly Janelt (FC Brentford), Felix Keidel (SV Elversberg), Derry Scherhant (SC Freiburg), Florian Wirtz (FC Liverpool)
Angriff: Jonathan Burkhardt (Eintracht Frankfurt), Nick Woltemade (Juventus Turin)

Für Diskussionsstoff sorgt vor allem eine Personalie im Tor: Marc-André ter Stegen ist für Klopp "für den Moment" die klare Nummer eins – ausgerechnet im Spiel gegen die Niederlande gibt der 34-Jährige also sein Comeback im DFB-Team. Der gebürtige Mönchengladbacher steht inzwischen für Ajax Amsterdam in der Eredivisie zwischen den Pfosten. Oliver Baumann, der vor der WM für das Comeback von Manuel Neuer Platz machen musste, wurde von Klopp zunächst nicht nominiert.
Klopp nutzt die erste Länderspielpause bewusst, um möglichst viele Spieler kennenzulernen. Insgesamt stehen 16 potenzielle Debütanten in den beiden Kadern.
Besonders auffällig ist dabei die Anzahl junger Spieler. Unter anderem gehören Lennart Karl und Mika Baur zum Aufgebot. Auch mehrere Spieler des SC Freiburg erhalten die Möglichkeit, sich erstmals für die Nationalmannschaft zu empfehlen.
Für Klopp geht es damit nicht nur um Ergebnisse, sondern auch darum, welche Spieler sich langfristig für das DFB-Team empfehlen können.

Gleichzeitig fehlen einige bekannte Namen. Deniz Undav und Leroy Sané gehören ebenso wenig zum Aufgebot wie der bei der WM ausgemusterte Matthias Ginter.
Damit macht Klopp bereits bei seiner ersten Nominierung deutlich, dass die Karten nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden neu gemischt werden.
Den Auftakt macht das DFB-Team am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande. Für Klopp ist die Partie gleich ein anspruchsvoller Einstand. Im Mittelpunkt stehen dabei neben dem neuen Bundestrainer auch ter Stegens Rückkehr ins deutsche Tor und die Frage, wie schnell sich die neue Mannschaft unter Klopp zusammenfindet.
Niederlande – Deutschland
Datum: 24. September 2026
Anstoß: 20:45 Uhr
Ort: Johan-Cruijff-ArenA, Amsterdam
TV: RTL
Drei Tage später geht es für Deutschland bereits weiter. In Augsburg trifft das DFB-Team auf Griechenland. Die Partie ist zugleich die zweite Möglichkeit für Klopp, seine Vorstellungen mit dem neuen Kader umzusetzen.
Deutschland – Griechenland
Datum: 27. September 2026
Anstoß: 20:45 Uhr
Ort: WWK Arena, Augsburg
TV: ARD
Am 1. Oktober wartet in München das Duell mit Serbien. Für diese Partie ist vor allem das zweite Aufgebot interessant, das Klopp mit zahlreichen jüngeren Spielern besetzt hat.
Deutschland – Serbien
Datum: 1. Oktober 2026
Anstoß: 20:45 Uhr
Ort: Allianz Arena, München
TV: ZDF
Nur drei Tage später endet die erste Nations-League-Phase mit dem Rückspiel gegen Griechenland in Thessaloniki.
Damit absolviert das DFB-Team innerhalb von nur elf Tagen vier Pflichtspiele.
Griechenland – Deutschland
Datum: 4. Oktober 2026
Anstoß: 20:45 Uhr
Ort: Thessaloniki
TV: RTL
Die vier ersten Nations-League-Spiele des DFB-Teams sind bei unterschiedlichen Sendern zu sehen. Das Auftaktspiel gegen die Niederlande läuft bei RTL, das Heimspiel gegen Griechenland zeigt die ARD. Deutschland gegen Serbien ist im ZDF zu sehen, das Rückspiel gegen Griechenland wiederum bei RTL.
Für Klopp sind die vier Partien mehr als nur Pflichttermine. Sie sind der erste echte Belastungstest für seinen geplanten Umbruch nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden. Die Länderspielpause soll erste Hinweise liefern, wie schnell sich Youngster wie Said El Mala oder Neulinge wie Felix Keidel von Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg in die Mannschaft einfügen.

Jürgen Klopp startet mit einem ungewöhnlich großen Kader in seine Amtszeit als Bundestrainer. 44 Spieler, zwei Aufgebote, 16 mögliche Debütanten und ter Stegen als neue Nummer eins prägen die erste Länderspielpause.
Vier Spiele gegen die Niederlande, Griechenland und Serbien geben Klopp die Gelegenheit, seine Ideen erstmals unter Wettkampfbedingungen umzusetzen. Für alle, die neben dem sportlichen Geschehen auch die Partien verfolgen möchten, gibt es bei bwin passende Nations League Wetten und aktuelle Nations League Quoten zu den Spielen und weiteren Wettmärkten.
Für das DFB-Team beginnt damit nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden eine neue Phase und die Nations League liefert die ersten Antworten darauf, wie Klopps Nationalmannschaft künftig aussehen könnte.